Kataster auf Google Maps anzeigen: Grundstücksgrenzen über dem Luftbild in Österreich

sell Anleitungenschedule 2 Min. Lesezeitperson Andreas Webercalendar_today Aktualisiert am 21. September 2026
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Kataster auf Google Maps anzeigen: Grundstücksgrenzen über dem Luftbild in Österreich

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Kataster auf Google Maps anzeigen: Grundstücksgrenzen über dem Luftbild in Österreich

Die häufigste Enttäuschung bei der Grundstückssuche: Man öffnet Google Maps, schaltet auf Satellit — und sieht Dächer, Wiesen und Wege, aber keine einzige Grundstücksgrenze.

Das ist kein Einstellungsfehler. Google Maps enthält keine Katasterdaten. Grundstücksgrenzen führt in Österreich das Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen, und die stehen in einem ganz anderen Datensatz.

Die Lösung besteht darin, beide übereinanderzulegen.


Was man gewinnt, wenn beides übereinanderliegt

Ein Katasterplan allein ist abstrakt: Linien und Nummern auf Weiß. Ein Luftbild allein zeigt die Wirklichkeit, aber ohne zu sagen, wo das eine aufhört und das andere anfängt.

Zusammen beantworten sie die Fragen, die man tatsächlich hat:

  • Steht das Gebäude wirklich auf diesem Grundstück?
  • Gehört die Zufahrt dazu, oder führt sie über fremden Grund?
  • Wo ist die nutzbare Fläche — und was ist Böschung, Graben oder Waldrand?
  • Wie groß ist der Nachbar, und was macht er dort?

Warum die Linie nie exakt auf dem Zaun liegt

Drei Gründe, und alle sind normal.

Die Katasterherkunft. Große Teile des österreichischen Katasters gehen auf die Franziszeische Landesaufnahme des 19. Jahrhunderts zurück. Die Digitalisierung hat diese Pläne übernommen, nicht neu vermessen.

Die Luftbildverzerrung. Eine Aufnahme aus dem Flugzeug ist keine perfekte Senkrechtaufnahme: Hohe Gebäude kippen zum Bildrand hin. Ein Dach kann über die Grenze zu ragen scheinen, während die Mauern innen stehen.

Unterschiedliche Bezugssysteme. Kataster und Luftbild beruhen nicht zwingend auf derselben Projektion; beim Zusammenführen entsteht ein Restversatz.


Wofür es taugt, und wofür nicht

Taugt es für: eine Besichtigung vorbereiten, ein Inserat prüfen, Flächen abschätzen, die Zufahrt verstehen, ein fremdes Grundstück einordnen, bevor man hinfährt.

Taugt es nicht für: einen Zaun setzen, eine Mauer planen, eine Grenze gegen den Nachbarn behaupten, eine Teilung vorbereiten. Dafür braucht es einen Ingenieurkonsulenten für Vermessungswesen.

Die Grenze zwischen beiden Listen ist einfach: Solange Sie verstehen wollen, reicht die Karte. Sobald Sie etwas behaupten wollen, reicht sie nicht.


Und auf dem Grundstück selbst

Der Schritt danach ist der interessante: die Grenzpunkte als GPS-Koordinaten aufs Handy holen und im Gelände abgehen. Genauigkeit drei bis fünf Meter unter freiem Himmel, im Wald schlechter — genug, um zu wissen, wo man ungefähr steht, nicht genug für einen Zaun.

Wer ohne Netz unterwegs ist, exportiert vorher als KML oder GPX: GPS braucht keine Datenverbindung, nur die Karte drumherum.


So geht es

Mit Kataster GPS suchen Sie das Grundstück nach Katastralgemeinde und Grundstücksnummer oder tippen es direkt auf der Karte an. Die Grenzen erscheinen über dem Satellitenbild, Sie sehen Fläche und Nachbarflurstücke und können die Koordinaten für unterwegs exportieren.

Die ersten Abfragen sind kostenlos und ohne Anmeldung.

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Wandeln Sie jede Katasterreferenz in GPS-Koordinaten um und öffnen Sie sie mit einem Klick in Google Maps. Kostenlos, ohne Anmeldung.

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